Eingebettet in die Sanddünen der VAE liegt das Geisterdorf Al Madam, auch bekannt als Al Ghuraifa Village, verlassen da, mit rissigen Wänden und abblätternden Tapeten als Kulisse. Zwischen den Grenzen von Sharjah und Oman ist dieses„Geisterdorf“ heute nur noch eine unheimliche Kulisse für ein Leben, das die Bewohner zurückgelassen haben. Mit Sanddünen, die gewaltsam in die Häuser eindringen, Winden, die Fenster und die Überreste des Lebens zerreißen, ist es ein verschüttetes Dorf, das du mit Freunden erkunden musst.
Es gibt mehrere Geheimnisse rund um das verlassene Dorf. Manche sagen, die Bewohner seien wegen übernatürlicher Ursachen weggezogen, andere machen die Urbanisierung dafür verantwortlich. Hier ist alles, was die Welt über das Dorf mit seinen 12 Häusern weiß.
Vergessen in den Dünen der Zeit

1971 wurde das Geisterdorf Al Madam im Rahmen eines Sozialwohnungsprojekts der Vereinigten Arabischen Emirate erbaut. Mit der Entdeckung von Öl 13 Jahre zuvor wurde das „Buried Village“ schließlich zur Heimat für lokale Beduinen (genauer gesagt den Stamm der Al Kutbi oder Bani Qitab ), die zuvor ein halbnomadisches Leben geführt hatten. In den 1990er Jahren verschluckten jedoch Sanddünen das Geisterdorf, und die Bewohner waren weggezogen.
Allgemein wird angenommen, dass die harten Lebensbedingungen den Beduinenstamm vertrieben haben. Sich ändernde Wetterbedingungen, Wüstenwinde und die wandernden Sanddünen zwangen sie zum Aufbruch. Die langen Wege nach Sharjah und Dubai machten das Geisterdorf Al Madam unzugänglich. So munkelt man, dass sie in die Städte gezogen sind, auf der Suche nach einem besseren Lebensstil und modernen Annehmlichkeiten.

Flüstern von gespenstischen Geschichten
Hinter verschlossenen Türen flüstern die Menschen Geschichten über lokale Legenden und Volksbräuche. Eine beliebte Erzählung besagt, dass Dschinns das Dorf heimgesucht hätten. Dschinns oder Djinns sind schelmische übernatürliche Wesen, die Teil der islamischen und vorislamischen arabischen Überlieferungen sind. Als Geschöpfe aus „rauchlosem Feuer“ besitzen sie freien Willen und sind für das menschliche Auge unsichtbar. Der lokalen Folklore zufolge haben die Dschinns – oder die weibliche Dschinn Umm Al Duwais – die Bewohner vertrieben.
Andere sagen, es seien eine mysteriöse Präsenz und übernatürliche Kräfte gewesen, die die Bewohner des Geisterdorfes Al Madam heimgesucht hätten. Die beunruhigende Atmosphäre und die Art und Weise, wie die Sanddünen die Häuser scheinbar verschlingen, befeuern die Volkssagen und machen das Dorf zu einem lokalen Favoriten.
Was kann ich im Geisterdorf Al Madam erwarten?

Das Dorf Al Ghuraifa (oder „Geisterdorf“) in Al Madam besteht nur aus zwei Häuserreihen und einer Moschee. Ganz am Ende versteckt liegt die Moschee mit ihrem zerfetzten grünen Teppich, der mit Sand bespritzt ist. Besucher sehen wunderschöne Innenräume mit Wänden, die in Blau-, Grün- und Gelbtönen gestrichen sind. Einige sind meisterhaft mit Mosaiken verziert, und an einer Wand ist sogar ein Landschaftsbild angebracht. Und genau deshalb musst du uns vertrauen und deine Akkus aufladen sowie eine Polaroidkamera für diesen Ausflug bereithalten.
Direkt an der Dubai-Hatta Road (E44) gelegen, gibt es keine öffentlichen Verkehrsmittel, die diese Geisterstadt anfahren. Ein Taxi oder ein Geländewagen ist jedoch immer eine gute Option. Stelle sicher, dass du Zugang zu Google Maps hast und ein Fahrzeug, das für Offroad-Fahrten geeignet ist.

Seine Hoheit Scheich Dr. Sultan bin Muhammad Al Qasimi, Mitglied des Obersten Rates und Herrscher von Sharjah, hat kürzlich eine Anordnung zum Erhalt des „vergrabenen Dorfes“ erlassen. Daher wurden die zuständigen Behörden angewiesen, das Dorf Al Ghuraifa für Besucher und Touristen vorzubereiten. Vielleicht möchtest du die unheimliche Atmosphäre im Geisterdorf Al Madam erleben, bevor es zu einer beliebten Touristenattraktion wird!
Wichtige Informationen
- Entfernung: 60–78 Kilometer von Dubai, 48–54 Kilometer von Sharjah
- Preis pro Person: Kostenlos!
- Ideale Fahrzeuggröße: 4×4
- Checkliste für den Weg dorthin: Warme Kleidung, Powerbanks, Wasser, Essen, eine Sitzmatte, genügend Treibstoff und Windschutz!
- Beste Reisezeit: Zwischen November und März